BGM

Einfach wertvoll: Teil 1

Was uns bewegt?
Das BGM der BROCKHAUS AG!

07.04.2019: Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) feiert ihren 71. Geburtstag.

„Ewig jung und gesund“ – das wäre was. Die Chancen dafür scheinen, nach kurzer Online-Recherche recht gut. Wir werden im Durchschnitt älter denn je und wenn wir uns an die vielen neunen Gesundheitstrends und Ernährungstipps halten und sie um traditionelle Methoden ergänzen, dann kommen wir der Sache bestimmt nahe. Damit aber nicht genug – um uns ganz persönlich zu optimieren und vital zu halten, begleiten uns Fitnessoptimierungs-Apps durch den Alltag.

Es scheint, dass wir folglich rundum gut versorgt sind. Warum soll uns also bei all dem Gesundheitseifer das Thema auch noch im Beruf begleiten? Laut der gesetzlichen Krankenversicherungen sind die Krankenmeldungen in den Unternehmen in den letzten zehn Jahren gestiegen –  gering, aber kontinuierlich. Zudem ist fraglich, ob Zahlen wie diese unsere tatsächliche Vitalität widerspiegeln, denn Kranksein bedeutet nicht immer Krankmelden. Es liegt nahe, dass die Realität aufgrund von zunehmendem Leistungsdruck und der Sorge um den Arbeitsplatzverlust noch düsterer aussieht. Immerhin sind nach Muskel-Skelett-Erkrankungen der zweithäufigste Grund für Fehlzeiten psychische Erkrankungen – Tendenz steigend.

Die Situation ist also trotz der prominenten Gesundheits-Trends besorgniserregend und sie nimmt die Unternehmen mit in die Verantwortung. Diese lautet spätestens seit der Ottawa-Charta der Weltgesundheitsorganisation von 1986 „Gesundheit für alle“ im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF). Dieser Aufruf wäre noch steigerungsfähig durch „gemeinsam und langfristig gesund“. Vielleicht nicht ewig, aber immerhin langfristig.


Dieser Verantwortung stellen wir uns mit unserem betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGF).

Unser Anreiz

Die Veränderungen in der Arbeitswelt ziehen nicht spurlos an uns Arbeitnehmern und Arbeitgebern vorbei sondern kosten uns Kraft. Zunehmender Wettbewerbsdruck aufgrund von Globalisierung bedeutet, dass wir nicht nur mit Kollegen aus der Region, sondern ebenfalls aus Ost bis Fernost konkurrieren. Aufgrund der dortigen geringen Arbeitskosten ist es immer entscheidender, eine hervorragende Qualität und einen exzellenten Service Vorort zu bieten. Aber auch die mobile Erreichbarkeit fordert uns – und zwar rund um die Uhr, denn IT schläft nicht und technische Probleme müssen in der Regel schnellstmöglich aus dem Weg geräumt werden.

Zu guter Letzt lassen uns die kurzen Innovationszyklen, von denen die IT im besonderen Maßen betroffen ist, nicht ruhen. Wir müssen neben dem Schaffensdruck lebenslanges Lernen auf uns nehmen, da jeden Tag eine neue Herausforderung auf uns wartet. Mal ist es ein frisches Managementmodell, mal eine innovative Technologie und ein anderes Mal ein neuer Prozess. Wer dranbleiben möchte, muss recherchieren, hinschauen, ausprobieren und mit angemessener Kraft nachgeben oder sich anpassen. Spätestens bei der zunehmenden Automatisierung ist Gegendruck erfolglos. So sehr uns viele Aspekte der Automatisierung das Leben erleichtern, so sehr bringt es beim Bewusstwerden der Konsequenzen ebenfalls Verunsicherung. Automatisierung erleichtert uns nicht nur um standardisierte Prozesse, sondern teils auch um Arbeitsplätze. Es muss nicht immer einen Verlust bedeuten, sondern auch Veränderung. Aber auch das ist mit Engagement und Energie verbunden.

Betriebliches Gesundheitsmanagement und Arbeitsunfähigkeit
Die häufigsten Gründe für Arbeitsunfähigkeit mit der Tendenz, dass psychische Erkrankungen am deutlichsten zunehmen.

Parallel verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben stetig. Technische Voraussetzungen geben uns die Möglichkeit, von fast überall aus zu arbeiten. Auch hier ist das Schwert zweischneidig. Unser Arbeitsplatz muss nicht zwingend das Büro sein, sondern ist mal der bequeme Sitz im Zug ebenso wie das Sofa zu Hause sowie die Schlange im Supermarkt oder Stau. Dies gibt uns mehr Freiräume, führt aber auch dazu, dass wir uns ebenfalls dann einbringen, wenn wir uns eigentlich eine Verschnaufpause gönnen sollten. Oben drauf kommen zusätzlich psychische Stressoren, entstehend durch Zeitdruck in Projekten, alltägliche Unterbrechungen, abverlangte Multitasking-Fähigkeit und vermehrte Kontrollierbarkeit mittels technischen Fortschritts.

Dieser Fortschritt, einhergehend mit Maßnahmen des Arbeitsschutzes, sorgt aber auch dafür, dass wir physisch geschont werden. So kommt es, dass unsere Tätigkeiten zunehmend von einem Arbeits-Sitzplatz aus bewältigt werden können. Gerade in den Bereichen Beratung, Software-Entwicklung, Testen und Verwaltung findet ein Großteil der Arbeit im Schonmodus statt. Das Verlassen bleibt eine Option, ist aber immer seltener ein Muss. Ein andauender Bewegungsmangel ohne Ausgleich ist jedoch weder für jung noch für alt gesund und führt langfristig zu Muskel-Skelett-Erkrankungen.

Hinzu kommt, dass wir immer länger arbeiten müssen. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und dem heutigen Fachkräftemangel wird es zunehmend wichtig, gesundheitsfördernde Bedingungen zu schaffen. Unser Unternehmen profitiert nicht nur von jungen Schaffensjahren, sondern in großem Maße auch von jahrelang gesammelten Erfahrungen. Es wird immer bedeutender, dass wir unabhängig vom Alter gerne, lange und fit die Herausforderungen des Arbeits-Alltags angehen, eingebettet in Bedingungen, die uns optimal unterstützen. In großem Umfang wäre damit nicht nur den einzelnen Belegschaften geholfen, sondern ebenfalls einer Gesellschaft, in der die Beiträge zunehmend unausgeglichener verteilt werden.

Betriebliches Gesundheitsmanagement
Mit BGM durchbrechen wir den Stresskreislauf und wirken Gesundheitsbeschwerden entgegen.

Unsere Belohnung

Unser Engagement als Unternehmen führt jedoch nicht dazu, dass wir uns zu schmerzhaften Ausgaben durchdringen müssen. Die gesundheitlich positiven Aspekte, die nach etwa drei bis sechs Monaten greifen, entlohnen uns neben der Fitness und der gestiegenen Motivation der Belegschaft, mit einem ökonomisch gesunden Unternehmen. Untersuchungen zeigen, dass im Durchschnitt jeder investierte Euro zu einem ein- bis zehnfachem Return on Investment führt und dass Unternehmen, die betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) anbieten, deutlich bessere Chancen auf eine lange Existenz haben.

Detaillierte Auskunft über branchenübergreifende Erfolge von betrieblichem Gesundheitsmanagement und von Gesundheitsförderung geben regelmäßig zahlreiche Veröffentlichungen, mit denen sich kürzlich unter anderem der iga.Report 28 und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (baua) ausführlich beschäftigt hat. Die Studien zeigen deutlich, dass sich Investitionen in Prävention lohnen. Die krankheitsverursachten Fehlzeiten und Kosten konnten bei einer Mindestlaufzeit von drei Jahren im Schnitt um ca. 25 Prozent gesenkt werden, um nur einen Nutzenaspekt zu nennen. Dabei ist der wirklich tragende Aspekt nicht die Abwesenheit wegen Krankmeldung, sondern der Arbeits-Produktivitätsverlust bei Anwesenheit trotz Krankheit.

Denn auch die Produktivität der anwesenden Mitarbeiter nimmt zu, wenn BGM und BGF gelebt werden. Dies kann insbesondere dann effektiv erreicht werden, wenn kombinierte Programme aus den Bereichen Bewegung, Stressreduktion und Ernährung angeboten werden, die die Mitarbeiter umfassend zur Verhaltensänderung bewegen können. Werden die Angebote zudem mittels einer digitalen Plattform individuell zugeschnitten, fällt die Kosten-Nutzen-Relation sogar nochmal doppelt so hoch aus. Da eine erfolgversprechende BGM und BGF nicht nach einem festen Schema erfolgen kann, fallen trotz der zahlreichen Studien evidenzbasierte Nachweise und somit konkrete Empfehlungen schwer.

BGM
Nur wenn alle Erfolgsfaktoren berücksichtigt werden, sind BGM-Maßnahmen langfristig erfolgreich.

Die möglichen Maßnahmen sind sehr heterogen. Dennoch ist es für uns mit all dem Wissen eine Verpflichtung geworden, hier im wahrsten Sinne des Wortes aktiv zu werden. Wir schützen damit nicht nur unser Unternehmen, dem es leichter fällt, produktiver zu sein, sondern auch die einzelnen Kollegen. Wenn wir die krankheitsbedingten Fehlzeiten minimieren können, entlasten wir indirekt jene, die sie kompensieren müssten vor Überforderung und verhindern so eine weitere Stress-Spirale. Und schon schließt sich der Kreis zu einem besseren Betriebsklima.

Unser Vorgehen

Um aus dem umfangreichen Angebot die passenden Maßnahmen herauszupicken und anzugehen, brauchten wir in erster Linie inhouse einen Ansprechpartner. Mit einer sportlichen und hochengagierten Mitarbeiterin war schnell unsere Beauftragte für betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM-Beauftragte) gefunden, die sich direkt an den nächsten Schritt wagte und somit an die Suche nach den konkreten Wünschen unserer Mitarbeiter zur BGF. Die Basis dafür war eine detaillierte Umfrage: Auf welche Beschwerden sollte das Angebot eingehen? Welche konkreten Maßnahmen sind gewünscht und wichtig? Wer kann mit seiner jeweiligen Erfahrung was empfehlen? Es war für uns maßgeblich, die Mitarbeiter nicht in Angebote zu pressen die ihnen fernlagen, sondern sie dort abzuholen, wo sie sich selbst gerne und intrinsisch motiviert fordern.
Mit den Erkenntnissen ging es begleitet von einer Gesundheitsgenossenschaft (MGG-EG)  anschließend an die systematische Maßnahmenplanung und Umsetzung.

Infolgedessen steht unseren Mitarbeiter eine breite Palette an Möglichkeiten offen.
Beispielsweise rettet uns seitdem ein Mitarbeiter aus dem IT-Support nicht nur bei technischen Miseren, sondern auch wenn uns der kleine Heißhunger überfällt. Er kümmert sich darum, dass in der Küche jederzeit gesundes Obst und Gemüse bereitsteht. Für ausreichend Wasser ist selbstverständlich immer gesorgt. Das beste Mittel für eine bessere Konzentration. Wenn aber nicht die Unterzuckerung, sondern ein verspannter Nacken oder die zwickenden Lenden zu Aufmerksamkeitsräubern werden, wird ebenfalls Hilfe geleistet. Ergonomische Bürostühle, höhenverstellbare Tische und auch mal Arbeiten im Stehen beheben oft die Unbequemlichkeit und leisten der Gesundheit gute Dienste.

BGM bei der Brockhaus AG
Damit für jeden etwas dabei ist, bieten wir im Rahmen der BGM eine Reihe von Angeboten an, die uns fit und gesund halten.


Mit der DAK und der MGG haben wir zudem gemeinsam Angebote aus dem Präventionssport herausgefiltert, die dafür sorgen, dass Fitnesskurse für jeden realisierbar sind. In kleinen Gruppen kann in ruhigen Räumen Vorort oder draußen an Zirkeltraining teilgenommen werden. Anregungen und Sonderwünsche sind daher gar kein Problem.
Aber auch, wenn es langsam zur Sache gehen soll, gibt es Unterstützung. Kurz im Intranet abgefragt, wer Lust und Zeit hat, mitzumachen und schon startet die aktive Mittagspause. Mit Fitness-Matte und bequemer Kleidung ausgestattet gibt es zum Abschalten und Mobilisieren Yoga-Übungen und Entspannungsübungen nur wenige Treppenstufen vom eigenen Arbeitsplatz entfernt. Die Glückshormone sind dabei inklusive.

Wir bewegen uns – weitere Fotos

Bei der Fitness-Challenge hingegen ist nur beim Eintippen der geleisteten Aktivität der Puls ruhend. Ansonsten gibt es in den Wochenaufgaben Diverses zu bewältigen, was den Puls ordentlich in Schwung bringt, natürlich nur für Interessierte. Auf den stolzen Gewinner warten eine Preisverleihung und ein kleiner Gewinn.
Wen weitere Aktivitäten an der frischen Luft reizen und wem mächtig Matsch & Co. nichts ausmachen, der ist auf jeden Fall beim Lake-Run-Hindernislauf oder beim B2Run genau richtig. Fitness ist hier genauso wichtig wie Zusammenhalt. Denn das Ziel kann nur gemeinsam erreicht werden.
Aber auch weitere Team-Events wie der Kletterwald, das Naturspektakel oder der Lauftreff haben das Programm in diesem Jahr abgerundet, Anreize gegeben und für einen gemeinsamen Ausgleich gesorgt.

Ebenfalls an die Kollegen in Projektgeschäften, die nicht immer Vorort sind, wird gedacht. Sie können in Absprache mit und unterstützt von uns ebenfalls für sie interessante Angebote in der Nähe nutzen. Es ist also, wie versprochen, für jeden etwas dabei und mal schauen, was wir im kommenden Jahr mit Herz und Seele vorhaben, um fit, aktiv und ausgeglichen zu bleiben.

Unser Ansprechpartner – kurz vorgestellt:

BGM und BGF – kurz erklärt:

Was ist Betriebliche Gesundheitsförderung BGF




Katy Spalek

Katy Spalek

Manager Corporate Publishing bei BROCKHAUS AG
Katy Spalek ist bei der BROCKHAUS AG als Redakteurin für die Bereiche Marketing und Vertrieb zuständig und verantwortet Recherche, Verfassen und Layout von Texten zur Kundenkommunikation. Für das blogHAUS verfasst sie Beiträge über aktuelle Trendthemen aus IT, Marketing und Wirtschaft.
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